Stoppt den Autowahn Verkehrschaos im Karoviertel
Der ganz normale Wahnsinn?
Das Karolinenviertel im Norden von St. Pauli (s. Karte) gleicht einer Insel: EinwohnerInnnen und Gewerbetreibende sind von allen Seiten mit großen, mehr oder weniger wichtigen Gebäuden oder Flächen umgeben, die auf dem Weg zu Nachbarvierteln überschritten bzw. umgangen werden müssen.

Die großen Plätze und wichtigen Gebäude haben es in sich: in ihrem Zentren kommen abertausendmal mehr Menschen zusammen, als das Viertel EinwohnerInnen hat. Sie besuchen Messen und Kongresse, nehmen an Gerichtsverhandlungen teil, sehen sich Heimspiele des FC St. Pauli an, vergnügen sich auf dem mehrmals im Jahr stattfindenden "Hummelfest" mit Karusselfahrten und Freßchen, oder sie kommen, um sich in St. Paulis Kneipen zu amüsieren. Zeitweise kommen sie alle auf einmal!

Und sie kommen mit ihren Autos! Pro Person ein Auto ist völlig normal. Und selbstverständlich wollen alle irgendwo in der Nähe kostenlos parken. Ginge es nach ihnen, würde das Viertel platt- und zu einer riesigen, mehrstöckigen Parkarena gemacht. Die AnwohnerInnen als Störfaktor?

Die Insel ist jedoch nicht nur durch viele große Autostraßen an das Festland angeschlossen, es gibt jeweils mehrere Möglichkeiten, mit U-Bahn, S-Bahn oder Bussen anzureisen. Fußgänger- und RadfahrerInnen finden im Viertel zahlreiche Schleichwege. Doch bis jetzt haben die Behörden bei der Verkehrsplanung stets dem Verkehrsmittel Auto den Vorrang gewährt.

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