'In memoriam ... zu Gast im Karo4tel':
 

 

Der Terrassenhof Talstraße 67 existiert nicht mehr.

In der Zeit vom 24. Mai bis 7. Juni 2004 wurde auch das nördliche der beiden historischen Terrassenhäuser endgültig abgerissen.


Bemerkenswerterweise wurde schrittweise bereits mit dem Abbruch begonnen,
noch bevor die letzten Mieter das Gebäude verlassen hatten.

 

August 2004



 
 

Das südliche der beiden Terrassenhäuser Talstraße 67 ist am 8. April 2004 abgebrochen worden, einen Tag vor Ostern. Schon am Mittag hatte das Abbruchunternehmen seine Arbeit getan. 

Foto, 45 kB: Ein Anblick wie vor 60 Jahren ...?

Das andere Terrassengebäude im Hof ist noch zum Teil bewohnt. Allerdings wurde im westlichen Teil bereits das Dach abgedeckt (Foto, 25 kB)

April 2004

 




 
 

Bis Ende März 2004:



+ Noch stehen sie, die 
Terrassenhäuser Talstraße 67.

+ Wie lange noch? 

+ Wann werden die letzten Bewohner und die Abbruchgenehmigung umgesetzt ...?
 

Platten vor den Fenstern
+ Im Frühherbst 2003 stehen fast 30 von 33 Wohnungen leer. 

+ Die Fenster der meisten Erdgeschosswohnungen sind mit Platten aus 
Holz oder Metall 
verschlossen.
 

Oktober 2003



I n    m e m o r i a m   -   zur Erinnerung    an die

Bemühungen um den Erhalt (Stand 2001 - 2002):



 
 
 
  


Die

Terrassenhäuser

Talstraße 67!

Terrassenhäuser für Hamburg  -  St. Pauli!

abreißen lassen

--  ERHALTEN!

Es sind unsere Wohnhäuser!


Dokumentation: Das Konzept der
Logo - Gruppe TAL 67 (2001/2002)



 
 

Die Terrassenhäuser Talstraße:

 


* erbaut in der zweiten Hälfte   des vorletzten Jahrhunderts

* haben zwei Weltkriege überstanden           und

* minimale Instandsetzung 
über Jahrzehnte
 

  * autofreier Hinterhof mit kleinen
Vorgärten

* sechs Eingänge mit je sechs Wohnungen (Haus 1: drei); insgesamt 33 Wohneinheiten

* viele Bewohner kennen sich  seit Jahrzehnten.




 
 

Die Bewohner:

 


„Viele von uns sind seit über 10 oder 20 Jahren hier zu Hause. Wir sehen keinerlei Grund, unsere grüne Hinterhof-Oase zerstören zu lassen. Preisgünstiger Altbauwohnraum   ist knapp und wertvoll.
Einige seit vielen Monaten nicht vermietete Wohnungen sollen sofort Wohnungssuchenden zur Verfügung gestellt werden. Interessenten gibt es genug."


 
 

Die Tragödie:

 


Jahrzehnte versäumter 
Instandhaltungsmaßnahmen summieren sich nun zu Instandsetzungskosten, die besonderer Überlegung bedürfen.
  Wie kann man auf einmal zustande bringen, was normalerweise über viele Jahre der Instandhaltung schrittweise erarbeitet und finanziert wird?!


 
 

Die Gefahr:

 


Der Instandhaltungsstau liegt entsprechend einer im Jahre 2000 erstellten Architekten-Untersuchung bei über 750.000,- DM. Rechnet man diese angesammelten Kosten zu einer Modernisierung auf neuesten Stand hinzu, wird die Obergrenze der öffentlichen Förderung durch die Wohnungsbaukreditanstalt überschritten.    Die Bewohner der Terrassenhäuser und des Stadtteils sehen sich nun seit Frühjahr 1999 mit einer Abrissplanung konfrontiert, ohne dass sie bislang überhaupt in ein Gespräch über die weitere Entwicklung der Lebensbedingungen vor Ort einbezogen worden sind. 


 
 

Die Entscheidungsfindung:
 


Im Januar 2001 hat der Bezirk Hamburg-Mitte dem Abriss-Antrag offenbar schon zugestimmt, ohne dass überhaupt eine konkrete Neubauplanung vorlag. -- 

Ein nach Expertenaussagen völlig unübliches Vorgehen.

  Zudem sind ernsthafte Versuche, zumindest das hofseitige Gebäude zu erhalten, bislang kaum zu erkennen. Tatsächlich reichen jedoch die Abstandsflächen zu einer Blockrandbebauung an der Simon-von-Utrecht-Straße offenbar völlig aus. 


 
 

Die  Chance:

 


Jetzt geht es darum, dass alle Beteiligten sich zusammen tun, um dieses Kleinod aus dem vorletzten Jahrhundert zu erhalten und damit ein Stück St.Pauli- und Hamburg- Geschichte vor der Zerstörung zu retten.   Hier haben auch die frühere Eigentümerin  -  die Freie und Hansestadt Hamburg  -  und die heutige Eigentümerin  -  die SAGA  -  die Chance, ihren Teil zur nachträglichen Instand- haltung beizutragen.

 

Die Talstraße bringt es an den Tag:

Gewachsene Wohnstruktur erhalten lohnt sich!


Wo möchten Sie lieber wohnen: Im ruhigen, autofreien Hof  --  oder direkt an der Straße in St. Pauli?

Wo würden Sie eher Nach- barschaft wagen:bei sechs wohlbekannten Mietparteien 
--  oder bei  fünfzehn, die Sie kaum eine Chance haben kennen zu lernen?

  Streit und Müll, laute Musik und vergebliche Bitten um Rücksichtnahme im Neubau nebenan machen grundlegende Probleme deutlich.

Die Vorteile gewachsener Wohnstruktur sind unschätzbar. Besonders auch im Hinblick auf unsere Kinder.
 




 
 

"Eigentum verpflichtet"
 


Nach jahrzehntelanger Verwaltung der Häuser konnte man bei der SAGA kaum überrascht sein, dass für die Instandsetzung bzw. Sanierung große Summen nötig werden. Es besteht also kein Grund, sich über diese hohen Kosten zu beklagen und die Häuser zerstören zu wollen.   Übernimmt man Wohnhäuser, um sie dann abzureißen? Man kannte die Gebäude genau, auf die man sich einließ. 

Jetzt kommt es darauf an, dass man die Verantwortung ernst nimmt, die man mit dem Eigentum verstärkt übernommen hat.



 
 

Der Ausblick:



- Wie geht es nun weiter?

Die Bewohner der Terrassenhäuser Talstraße brauchen endlich Gewissheit:

  Die Gewissheit, dass ihre Wohnhäuser stehen bleiben und von einer Wohnungsgesellschaft betreut  werden, der sie vertrauen können.

Gewachsene Wohnstrukturen langfristig erhalten:

Terrassenhäuser Talstraße instandsetzen!
 

In voller Schönheit


Leerstehende Wohnungen an
Wohnungssuchende!


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Juni 2002