Terrassenhäuser Talstraße 67 Terrassenhäuser für Hamburg! 

Die Vorteile entdecken:
Soziale, stadtplanerische, ökologische und historische Gründe 
sprechen für den Erhalt der Terrassenhäuser Talstraße: 
Häuser, die anheimeln ...


Häuser mit Charme
Die Terrassenhäuser aus dem 19. Jahrhundert sind vielen Menschen ans Herz gewachsen. Durch ihren Aufbau und ihre Außenanlagen fördern sie das Miteinander. Die besondere Wohnqualität dieser historischen Gebäude zeichnet sich aus durch eine abgestufte Vielfalt von etwas mehr oder etwas weniger öffentlichen bzw. privaten Bereichen: eine Vielzahl von Begegnungsmöglichkeiten, die sich persönlich gestalten lassen. Diese halböffentlichen Übergangszonen  zwischen Wohnung und Straße werden zunehmend als wesentliche Wohnqualität erkannt. Hier sind sie in Form des Innenhofs und der überschaubaren Treppenhäuser schon vorhanden.
  Gärten mit Geschichte
Für die interessierte Öffentlichkeit, für Passanten und Bewohner haben die kleinteiligen Gärten im Hof, deren lange Geschichte man in vielen Details erkennen kann, einen hohen Wert. Für spielende Kinder ist eine Vielfalt ‘kleiner Räume’ von großer Bedeutung. Dort können sie nahe der Wohnung und doch eigenständig draußen spielen. Diese Art Erfahrungen zu machen, ist eine gute Voraussetzung für eine gesunde Entwicklung zu aktiven Mitgliedern der Gesellschaft. 

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Sozialer Zusammenhang
Im zentralen Hamburger Stadtteil St. Pauli haben es viele verschiedene Kul- turen und Lebensweisen auf besondere Weise geschafft, eine im Großen und Ganzen sehr friedliche Koexistenz zu entwickeln. Dieses soziale Geflecht, das   -   ganz anders als eine Maschine   -   im Laufe der Zeit gewachsen ist, reagiert  hochsensibel auf jede Störung von außen. Diese Zusammenhänge müssen gründlich erarbeitet werden, damit die Grundlage für die öffentliche Entscheidung stimmt.
  Perlen ...
Die Vielfalt St. Paulis zu respektieren und zu fördern, das als Auffangbecken und Ideenpool für die gesamte Hansestadt Hamburg (und darüber hinaus), unschätzbare Dienste leistet, liegt im Sinne aller. 

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Wert des Gewachsenen
Die Terrassenhäuser bieten ihren Bewohnern seit vielen Jahrzehnten ein schlichtes, 'anheimelndes' Zuhause. Die unscheinbaren Gebäude mit ihren nachbarschaftlichen Treppenhäusern und überschaubarem Hof weisen viele Qualitäten auf, die es erlauben, hier einen persönlichen Bezug zum Wohnort zu finden.
  Perspektive ...
Diese Bezüge zu zerstören, würde die Entstehung eines sozialen Vakuums, das fatale Folgen haben kann, unterstützen. Das wäre auf Dauer weder für die Allgemeinheit noch für eine Wohnungsgesellschaft eine wünschenswerte Perspektive.
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Resourcen effizient einsetzen
Sanierung ist der ökologische Königsweg der Stadterneuerung. Der Einsatz von Primärrohstoffen ist hierbei am effizientesten, nämlich am geringsten: Sie bleiben für spätere lebenswichtige Aufgaben und für unsere Nachkommen erhalten. Im Übrigen bleibt unsere Umwelt vor großer Belastung bewahrt: Enorme Mengen Schutt und CO2 (Treibhausgas) werden vermieden.
  Öko-Bilanz
Neubauvorhaben einerseits und behutsame Sanierung der Terrassenhäuser andererseits müssen auf ihre ökologischen Implikationen geprüft werden. Der Einsatz von Baustoffen und Treibstoffen (LKWs) u. a. sowie die entstehenden Schadstoffe sind in einer detaillierten ökologischen Bilanz aufzuführen. Hierbei sind auch diejenigen Stoffumsätze einzubeziehen, die bei der Herstellung auftreten (ökologischer Rucksack).
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Eine Seite verbrettert  ...  die andere ganz normal bewohnt!   Vorhandenes retten:
Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Gefahr sehr groß, dass noch mehr Wohnungen leer stehen und die Bausubstanz schnell verfällt. Dadurch entstünden Fakten, die nur mit hohem Aufwand rückgängig zu machen sind. Leerstehende oder freiwerdende Wohnungen müssen sofort an Wohnungssuchende vermietet werden. Der Bedarf ist groß. Befristete Mietverträge sind durchaus möglich.
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"Entmieten"?
Zum jetzigen Zeitpunkt einige Mieter der Terrassenhäuser mit Hilfe des Hamburger Sozialplans in andere Wohnungen zu katapultieren, wäre keine Lösung. Die Kosten wären hoch. Das wären sie zum Einen für die Mieter, die in ihrer Not möglicherweise unglückliche Kompromisse eingehen. Das wäre sie zum Anderen für die Stadt, die nach Umzugs-, Abbruch- und Neubaukosten auch noch für die sich vor Ort voraussichtlich zuspitzende soziale Problematik aufzukommen hätte.
  Hohe Kosten für die Allgemeinheit!

Die Kosten für steigende Sozial(hilfe)leistungen oder zum Beispiel erhöhten Krankenstand usw. durch eine weiter komprimierte Baustruktur im jetzt schon hochverdichteten St. Pauli müssten wir alle gemeinsam tragen.  

Diese Mittel werden jedoch für andere für unsere Zukunft wichtige Aufgaben dringend benötigt.

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ENTSCHEIDUNG(S)VERFAHREN
Der Bezirk Hamburg-Mitte hat   -   zum Beispiel im Stadtplanungsausschuss der Bezirksversammlung    -    dem Abbruchantrag zugestimmt, bevor überhaupt eine Neubauplanung vorlag. Ein solches Vorgehen ist nach Expertenaussagen völlig unüblich.
  Zudem sind ernsthafte Versuche, zumindest das hofseitige Gebäude zu erhalten, bislang kaum zu erkennen. Tatsächlich reichen jedoch die Abstandsflächen zu einer Blockrandbebauung entlang der Simon-von-Utrecht-Straße offensichtlich völlig aus.
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Kompromissbereit
Die Bewohner der Terrassenhäuser wurden am 12.02.01 von der SAGA aufgefordert, bei der Entscheidung für eine Ersatzwohnung auf jeden Fall kompromissbereit zu sein. 

In diesem Sinne kann sich auch die SAGA gefordert sehen, hinsichtlich ihres Neubauprojekts an Kompromissen mitzuarbeiten.

  Wohnraum nachgefragt!
Wenngleich die SAGA sich an der Erhaltung des hofseitigen Gebäudes nicht interessiert zeigt, gibt es im öffentlichen Interesse keinerlei Grund, es abzubrechen. Im Gegenteil: Der Bedarf an Altbauwohnraum im Stadtteil St. Pauli ist immens. Die Terrassenhäuser Talstraße sind sehr beliebt, und es gibt sogar eine Gruppe, die anbietet, in diesem Gebäude mit Eigenleistung ein Hausgemeinschaftsprojekt zu verwirklichen.
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Chancen entdecken
An diesem Punkt wird deutlich, dass das Entscheidungsverfahren völlig neu aufzurollen ist. Die bisherigen Entscheidungskriterien des Bezirks zu ergänzen, bringt neue Gesichtspunkte ins Blickfeld. Das Wohlergehen der Bewohner der Häuser und des Stadtteils steht im Mittelpunkt. Die sozialen Auswirkungen, die die beantragte Zerstörung der gewachsenen Wohnstruktur im Stadtteil und darüber hinaus hätte, müssen durch ein qualifiziertes, unabhängiges Institut geprüft werden (Sozialgutachten).
  Bäume und Sonne, hier: Haus 4
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Wohnen wirkt weiter
Die menschlichen und sozialen Folgen der Planungen gilt es notwendigerweise im Vorwege zu untersuchen. (Nachher wäre zu spät.) 

Die stadtplanerischen und sozialen Auswirkungen der jetzt anliegenden Entscheidungen abschätzen - dazu können Menschen aus den hierauf spezialisierten Berufen ihren unverzichtbaren Beitrag leisten. 

  Fachleute sozialer Zusammenhänge
Dringend nötig sind jetzt umfassende Untersuchungen über die menschlichen und sozialen Perspektiven der verschiedenen Sanierungsvarianten durch Soziologen, Stadtplaner oder Kulturantropologen. Erst wenn hier die Ergebnisse unabhängiger, qualifizierter Untersuchungen vorliegen, kann die passende Lösung für den Stadtteil und für Hamburg gefunden werden: im Dialog mit den Bewohnern der Häuser und des Stadtteils.
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Lückenlos gut wohnen:
Bis zu dem Zeitpunkt einer fundierten öffent-lichen Entscheidung muss ein gesichertes Wohnen in den Terrassenhäusern auf jeden Fall gewährleistet werden. Die Instandhaltung der Häuser ist umfassend wieder aufzunehmen. Die leerstehenden oder freiwerdenden Wohnungen sind innerhalb kurzer Frist zu vermieten.
   Dies muss sofort geschehen, da sonst weitere Fakten entstehen, die nur mit sehr hohem Aufwand rückgängig zu machen sind. Vor allem jedoch brauchen die Bewohner der Terrassenhäuser Talstraße endlich Gewissheit, dass sie in ihrem Zuhause hier - mit bezahlbaren Mieten - weiterhin leben können.
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Mittel für Instandsetzung vorhanden Die Instandhaltung wurde bereits mit der Miete bezahlt (zweckgebundene Instandhaltungspauschale). Da es dennoch zu dem im Architektengutachten mit über 750.000,- DM bezifferten Instandhaltungsstau kommen konnte, muss der entsprechende Betrag umgehend re-investiert werden. Die Häuser müssen unverzüglich instand gesetzt werden!   Behutsame Modernisierung
Eine darüber hinaus gehende Moder- nisierung ist an den Bedürfnissen und finanziellen Möglichkeiten (Miete) der (potentiellen) Bewohner auszurichten. In welchem Umfang und auf welche Art tatsächlich Bedarf vorhanden ist, muss unverzüglich durch ein unabhängiges Institut erhoben werden. Hierbei kommt es auf eine bewohnerorientierte Fragestellung an, die auch die sozialen Aspekte berücksichtigt, die uns alle betreffen.
    Sofort sanieren

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Jetzt handeln
Die entsprechenden Schritte unverzüglich unternehmen! 
Sofort die vorhandenen Möglichkeiten nutzen! 

Für behutsame Sanierung der Terrassenhäuser Talstraße 67! 
Für lebendige Nachbarschaft! 

 


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März 2001